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Chroniken

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Chroniken der
Burschenschaft Germering

Die Gründung des Burschenvereins Germering erfolgte am 26. November 1911. Der damalige Vorstand, Pfarrer Benno Seemüller, ließ den Verein ins Vereinsregister des Amtsgerichtes Fürstenfeldbruck eintragen und eine Vereinssatzung erstellen. Pfarrer Benno Seemüller war vom 26.11.1911 bis zum 18.8.1930 mit der Führung des Vereins betraut worden.

Im Mai 1913 bekam der Burschenverein Germering eine Fahne und veranstaltete zu diesem Anlass eine große Fahnenweihe bei welcher der Burschenverein Biburg die Patenschaft übernahm.

Über das Vereinsleben von 1913-1929 kann wegen fehlender Unterlagen nur wenig berichtet werden. Soweit bekannt sind im 1. Weltkrieg die Burschen Johann Wagner, Martin Fruth, und Paul Schalkhammer gefallen. Aus einer der spärlichen Unterlagen ging hervor, dass Pfarrer Seemüller den Burschenverein Germering 1922 aus dem damaligen Landesverband der Bayerischen Burschenvereine austragen ließ.

Im Jahre 1930 kam es bei einer Versammlung zu Unstimmigkeiten der Burschen untereinander, da viele der Mitglieder kein Interesse am Fortbestand des Vereines mehr zeigten. Vorstand, Pfarrer Ben no Seemüller konnte aber die erregten Gemüter besänftigen und mit großer Mehrheit den Beschluss fassen, dass der Verein weiterge führt wird und das Vereinsleben zu fördern sei. In diesen Jahren bil dete sich allmählich neben dem Kath. Burschenverein Germering noch der sogenannte “Wilde Burschenverein“, der selbstständig, ohne kirchliche Unterstützung, bestand. Im “Wilden Burschenver ein“ wurde der Vorstand aus den eigenen Reihen gewählt und nicht vom Kath. Ordinariat München, wie beim Kath. Burschenverein. Leider ist nicht mehr bekannt, wer die ersten Vorstände in der damaligen Zeit waren.

Nach dem Tode von Expositus Hachinger am 12. Mai 1939, über nahm dessen Nachfolger Expositus Anton Birkmeier das Amt des Vorstandes.

In der Zeit des II. Weltkrieges waren nahezu alle Germeringer Burschen im Arbeitseinsatz oder leisteten ihren Dienst an den Kriegsfronten. Aus verständlichen Gründen waren zu dieser Zeit keine Vereinsaktivitäten zu verzeichnen, da während der Zeit des Dritten Reiches viele Vereine verboten waren, und auch der Burschenverein unter dieses Verbot fiel, konnten Versammlungen nur unter größtem Stillschweigen und Gefahr für alle Mitglieder abgehalten werden. Im Herbst 1943 versammelte Vorstand Birkmeier die jüngeren Burschen, welche noch nicht im Kriegsdienst standen, in der Sakristei der Alten Dorfkirche St. Martin. Jakob Zellner, Lorenz Wagner, Hans Sedlmeier und Herrmann Meisburger wurden bei Nacht und Nebel von Expositus Anton Birkmeier auf die Burschenfahne vereidigt, auf dass der Verein trotz der anhaltenden Kriegswir ren weitergeführt wurde.

Im II. Weltkrieg sind folgende Mitglieder des Burschenvereines gefallen oder als vermisst gemeldet worden:

Braun Peter, Schweigl Hans

Kleiber Michael, Fruth Benno

Zengerle Hugo, Stepani Edi

Stürzer Martin, Gilg Florian

Hofmuth Josef, Wunderl Benno

Köberle Franz, Strobl Max

Sollinger Max, Walch Hans

Mit dem Kriegsende 1945 bekamen die Aktivitäten des Burschenvereines neuen Aufwind. Der “Wilde Burschenverein“ gewann zu dieser Zeit zunehmend an Popularität, sodass der ehemalige Kath. Burschenverein immer mehr an Bedeutung verlor und dessen Akti vitäten nahezu ganz vom “Wilden Burschenverein“ übernommen wurden. Im Jahre 1967 löste Vorstand Expositus Birkmeier den Verein auf, da man keine Mitglieder mehr zu verzeichnen hatte. Nach dem Krieg trafen sich die Burschen bei verschiedenen Gönnern, die den Burschen Gelegenheit gaben Gemeinschaftsabende und Theaterproben abzuhalten. Besonders bei der Familie Cröninger waren die Burschen immer willkommen. Herr Josef Cröninger stell te den Burschen sein Haus oft als Treffpunkt für Versammlungen, Theaterproben und gesellige Abende zur Verfügung, die für viele der damaligen Burschen unvergesslich geblieben sind.

Der Nachfolger von Josef Sepp, der von 1945 das Amt des Vorstandes inne hatte, war Josef Huber, von den meisten aber als Metzger Bepps betitelt. Er war von 1945-1949 Vorstand der Burschenschaft Germering. Im Jahre 1947 veranstaltete die Burschenschaft den ersten Faschingsumzug nach dem Kriege, der von diesem Zeitpunkt an alljährlich abgehalten wurde. Einen Höhepunkt 1948 bildete das Germeringer Pferderennen, das hinter dem heutigen Kelleranwesen, dem “Moosbauern“, abgehalten wurde. Dabei bemühten sich die Burschen auf ihren mehr oder weniger schnittigen Rössern, als erster das Ziel zu erreichen. Anschließend wurde dann auf dem Rennball im jetzigen Hotel Mayer ausgiebig gefeiert und der Renn verlauf diskutiert.

Ein Vorfall im Jahre 1946 wird für viele der damaligen Burschen sicherlich noch nicht in Vergessenheit geraten sein. Die zu der Zeit in der Wifo stationierten amerikanischen Besatzungssoldaten erfuhren, dass es in Bayern der Brauch sei, einen Maibaum aufzustellen. Auch war ihnen bekannt das es zum Brauchtum gehöre einen schlecht bewachten Maibaum zu stehlen. Als nun die Germeringer Burschen 1946 im Zengerle Anwesen einen Maibaum bewachten und ihn ausschmückten zündeten die amerikanischen Soldaten an der Ortseinfahrt in Richtung Puchheim einen alten Lastwagen an um die Maibaumbewacher abzulenken. Durch das Feuer alarmiert, rückte nun die Germeringer Feuerwehr, bei der auch nahezu die gesamte Burschenschaft war, zu dem Einsatzort aus. Jedoch warteten die Amerikaner nur auf diesen Augenblick, wo der Maibaum nahezu unbewacht im Zengerle-Hof lag. Als sie ihn auf einen Militärlaster verladen wollten, wurden dann aber doch welche der mit der Feuerwehr ausgerückten Burschen misstrauisch und liefen zum Maibaum zurück. Mit Schrecken sahen sie, dass die amerikanischen Soldaten gerade dabei waren ihren Maibaum zu verladen.

Als nun die Germeringer Burschen darauf drängten, den Maibaum wieder zurück zulegen, kam es zu tumultartigen Auseinandersetzungen, da die Amerikaner nicht bereit waren ohne den Baum abzurücken. Mit Gewalt verschafften sie sich freie Bahn und zogen damit in ihre Kaserne in der Wifo. Als man den amerikanischen Befehlshaber jedoch erklärt hatte, dass dieses Maibaumstehlen nicht Brauchtumsgerecht gewesen sei, erklärte er sich einverstanden zwei neue Bäume zu spendieren. Mit viel Jubel wurde dann einer dieser beiden am 1. Mai 1946 vor dem Hotel Mayer aufgestellt.

Zwischen 1949 und 1954 bekleidete Otto Diepold das Amt des Vor standes. Bei einer Neuwahl 1954 wurde August Mayer als neuer Vorstand der Burschenschaft gewählt. Er hatte das Amt bis 1960 inne. 1956 wurde die Burschenschaft zu einer Fahnenweihe nach Freising eingeladen, wo sie mit stattlicher Anzahl dran teilnahm. Ebenso nahm die Burschenschaft auch an der Beerdigung von Prinz Heinrich zu Kaltenberg teil, der den Germeringer Burschen recht nahe stand. In der Amtszeit von Gusti Mayer gingen folgende Mitglieder der Burschenschaft den Bund der Ehe ein: Hans Sedlmeier, Georg Keller, Josef Huber, Otto Diepold und Jakob Zellner. Aber auch das alte Brauchtum des Maibaumaufstellens wurde wei terhin gepflegt. So wurden während dieser Zeit drei Maibäume aufgestellt.

Als Spender der stattlichen Bäume stellten sich Prinz Heinrich zu Kaltenberg, Herr Mayer sen. und die Germeringer Kirche zur Verfügung. Bei einem Badeausflug an den Aubinger Baggersee den die Burschenschaft durchführte, kam ein Mitglied durch Ertrinken ums Leben. Es war der Schmiedegeselle bei Gassners in der Dorfstraße, Franz Schmausser.

Die Fahne der Burschenschaft, die bei den verschiedenen Veranstaltungen stark beansprucht wird, wurde zu dieser Zeit renoviert, um Sie wieder in Ihrem vollen Glanz repräsentieren zu können.

Thomas Kleiber, der von 1958-1960 als Kassierer in der Burschenschaft tätig war, löste 1960 den damaligen Vorstand ab und lenkte bis 1962 die Geschicke des Vereines. Unter seiner Regie wurde 1961 ein Maibaum aufgestellt, den der damalige Baron von Freiham gestiftet hatte. Mit dem Postenstecken wurden Simon Hartl und Gusti Mayer aus der Burschenschaft entlassen, da sie nun den Weg der Ehe einschlagen wollten.

1962 wurde ein Ausflug zum Traunsee in Osterreich organisiert, bei dem es recht zünftig zuging, wie damalige Mitglieder bestätigten. Helmut Trager trat 1962 an die Stelle des bisherigen Vorstandes und leitete bis 1967 die Aktivitäten des Vereines. In seiner Amtszeit unternahm die Burschenschaft mehrere Ausflüge und veranstaltete weiterhin die traditionellen Feste, wie Maitanz, Kathreintanz und Erntedanktanz.

1967 wurde Georg Kleiber zum neuen Vorstand gewählt, der das Amt des Vorstandes bis 1974 bekleidete. In seiner achtjährigen Amtsperiode unternahm die Burschenschaft Ausflüge nach Zwiesel, Passau, Neukirch in Osterreich, Heidelberg, nach Cowara in Südtirol und zweimal zur Hohen Salve bei Kufstein.

Jedoch unternahmen die Burschen nicht nur Ausflüge, sondern auch das alte Brauchtum des Maibaumaufstellens wurde weiterhin fleißig gepflegt. Unter der Leitung von Georg Kleiber wurden 3 Maibäume aufgestellt, darunter auch der erste Maibaum in der Germeringer Geschichte, der gestrichen wurde. Der Maibaum wurde in der Brennerei neben dem Hotel Mayer gelagert, geschmückt und von der Burschenschaft bewacht. Leider gelang es aber den Burschen aus der Nachbarortschaft Puchheim den Baum eines Nachts zu stehlen, da anscheinend einige der Burschen es mit der nächtlichen Wache nicht zu ernst nahmen. Als sich die Vorstandschaften der beiden Vereine zu den Auslösungsverhandlungen trafen, kam es jedoch zu Schwierigkeiten und Streitereien, so das sich die beiden Vereine ohne ein brauchbares Ergebnis trennten. Aus Rache darüber, dass sich die Germeringer Burschen weigerten den Baum zu den von den Puchheimern gestellten Bedingungen auszulösen, fuhren die Puchheimer mit dem Baum vor das Germeringer Rathaus und Schnitten ihn zu kleinen Teilen zusammen.

Der Baum der von Herrn Lindinger gestiftet worden war, war somit für die Germeringer Burschen unbrauchbar. Herr Lindinger wollte nun gegen die Puchheimer Burschenschaft ein gerichtliches Ver fahren einleiten, das aber dann durch die Mithilfe der Vorstandschaft des Germeringer Burschenvereines abgewandt werden konnte. Auf diesen Vorfall hin spendete Herr Mayer, der Besitzer des Hotels Mayer in Germering, einen neuen Baum. Jedoch wurde dieser wiederholt entwendet

Diesmal hatten die Gilchinger Burschen die Germeringer Maibaumwache überlistet. Um einer wiederholten Blamage zu entgehen, wurde der Baum dank einer vorausgegangenen Sammelaktion ausgelöst und am 1. Mai aufgestellt.

In den Jahren 1967-74 heirateten folgende Mitglieder der Burschenschaft: Haas Erwin, Binder Walter, Kottermair Siegfried, Trager Wast, Trager Dietmar, Trager Helmut, Niedermayer Mathias, Dorn Alfons, Stürzer Hans und Pollinger Jakob.

Im Jahre 1967 ließ, wie schon erwähnt, Pfarrer Birkenmeier den Kath. Burschenverein aus dem Vereinsregister löschen, da sämtliche Aktivitäten vom “Wilden Burschenverein“ oder der Burschenschaft wie sie meist genannt wurde, übernommen worden sind.

In den darauffolgenden Jahren kam es mit Pfarrer Birkmeier zu Unstimmigkeiten über die Eigentumsverhältnisse der Burschenfahne.

Man konnte sich aber dann schließlich einigen, dass die Fahne des ehemaligen Kath. Burschenvereines der Burschenschaft zur Verfügung gestellt wird.

Herbert Sepp wurde 1974 bei einer Versammlung von den Burschen zum neuen Vorstand gewählt. Im Laufe des Jahres 1975 wurde die Fahne der Burschenschaft Germering erneuert restauriert. Da das Kapital der Burschenschaft aber eine solche kostspielige Restauration nicht zuließ, wurden die erforderlichen finanziellen Mittel durch Spenden beschafft. Somit ermöglichten die Gönner der Burschenschaft, dass sie auch heute noch bei Fahnenweihen und sonstigen Festlichkeiten um diese schöne Fahne beneidet werden. Im Bezug auf Veranstaltungen war unter Herbert Sepp ein Aufschwung zu verzeichnen. 1976 veranstaltete die Burschenschaft Germering auf der Dorfstraße ein großes Dorffest, dass in Germering und Umgebung großen Anklang gefunden hat und seither jedes Jahr ein Höhepunkt im Germeringer Festkalender darstellt. Im April 1976 wurde nach nächtelanger Spionagearbeit der Unterpfaffenhofener Maibaum aus der Halle des Mannhardter Werksgeländes gestohlen.

Nach langen Verhandlungen, konnte der Unterpfaffenhofener Baum gegen 150 Liter Bier ausgelöst werden.

Im Jahre 1977 wurde außer den traditionellen Tanzveranstaltungen auch ein Ausflug zur Fahnenweihe nach Schönau durchgeführt. Der eigentliche Burschenausflug führte aber nach Krems, der durch zünftige Unterhaltung bei allen gut in Erinnerung geblieben ist.

Im Mai 1977 wurde der bisher höchste Maibaum in der Germeringer Geschichte aufgestellt. Mit seinen 37.5 m war der von Herrn Lorenz Wagner gestiftete Baum, der zweithöchste in diesem Jahr in ganz Bayern aufgestellt worden ist.

Durch das Postenstecken wurde Bayer Sepp aus dem Burschendienst entlassen. Bei der Fahnenweihe in Höselwang, zu der die Burschenschaft eingeladen worden war, erreichte Germering den II. Meistpreis, der durch einen schönen Humpen belohnt wurde.

Im September 1978 wurde im Zengerle Stadl zum ersten mal ein Weinfest veranstaltet, dass sich neben dem Dorffest zum Veranstal tungsschlager entwickelte. Im Jahr 1979 wurden dann die Germeringer Burschen durch die Presse als die Bayerischen Maibaumkönige betitelt. Es war der Burschenschaft unter Mithilfe der Germeringer Ex-Burschen gelungen drei Maibäume in einer Saison zu stehlen. Als erster wurde in der Nacht zum Karfreitag in der Kerschensteiner Schule in Unterpfaffenhofen der Maibaum des Lehrerkollegiums geklaut. Ohne Schaden anzurichten, wurde ein schwerer Eisentürflügel ausgehängt und der Baum dann mühelos verladen. Mit 150 Liter Bier und unter der Begleitung des Germeringer Spielmannszuges wurde er dann wieder zurückgebracht.

Eine Woche nach Ostern gelang dann schon der zweite Streich. Bei Nacht und Nebel wurde der Landsberieder Maibaum gestohlen. Die Baumwächter zogen es scheinbar vor, in der Gastwirtschaft zu feiern als in der Kälte auf Diebe zu Achten. So konnte der Landsberied der Maibaum ohne Zwischenfälle nach Germering transportiert werden. Bei den anschließenden Auslösungsverhandlungen kam es aber zu großen Meinungsverschiedenheiten, sodass der Baum nicht ausgelöst wurde. Die Burschenschaft Germering stellte den Landsberieder Baum dann als Schandbaum am Ortseingang auf, zur Germeringer Freud, und zur Landsberieder Schande.

Aber mit zwei gestohlenen Bäumen wollten sich die Germeringer noch nicht begnügen. Mit einer gehörigen Portion Glück gelang es einigen Germeringer Burschen den Maibaum des Schusterhäusels in aller Frühe zu stehlen. Dieser wurde aber dann nach einigem Hin und Her gegen 100 Liter Bier ausgelöst.

Im Mai 1979 bestellte die Burschenschaft Germering eine einheitliche Tracht. Es wurden fesche Lederhosen gekauft, die von nun an bei jeder Festlichkeit der Burschenschaft zu sehen ist.

Im Juni 1979 legte der bisherige Vorstand, Herbert Sepp, sein Amt nieder und der bisherige zweite Vorstand Helmut Westermeier übernahm die Führung der Burschenschaft.

Nach dem Dorffest, dass mit großem Erfolg wie jedes Jahr ablief, und dem Volksfesteinzug, unternahm die Burschenschaft einen Ausflug in das Tiroler Städtchen Ebbs.

Auch bei einer Fahnenweihe in Unterdarching war die Burschenschaft Germering vertreten.

Das Jahr 1980 begann für die Burschenschaft mit der schon traditionellen Faschingseinlage beim Feuerwehrball im Hotel Mayer. Sel ten waren bei einer Modenschau so viele behaarte Männerbeine und stramme Wadeln zu sehen. Da an die Faschingssaison gleich die Zeit der Maibäume anschließt, begann nun für die Burschen schaft wieder eine Zeit, in der so manche Nacht damit verbracht wurde, schlecht bewachte Maibäume auszuspionieren. Diese anstrengende Nachtarbeit wurde dann auch in der Nacht vom Ostersonntag auf Ostermontag durch den Aubinger Maibaum Belohnt. Nachdem der Baum in früher Morgenstunde von den Germeringern gestohlen worden war, wurde er dann nach mustergültigen Auslöseverhandlungen gegen 2 hltr. Bier und einer Brotzeit mit der Unterbrunner Blasmusik nach Aubing zurückgebracht.

Die Burschenschaft Germering hatte aber auch selbst einen Baum zu bewachen und ihn dann am 1. Mai vorm Hotel Mayer aufzustellen.

Nach dem Dorffest und der Jubiläumsfeier des Tanzkreises Rübezahl, wurde Edi Reng durch das traditionelle Postenstecken aus der Burschenschaft verabschiedet. Auch Franz Hermannsdorfer lief 1980 in den Hafen der Ehe ein.

Ende September, nachdem Germeringer das Weinfest glücklich absolviert hatten, unternahm die Burschenschaft einen zweitägigen Ausflug in das Weingut unseres Weinlieferanten Decker in Biebelnheim bei Alzey. Nachdem der Winzerbetrieb besichtigt und durch lehrreiche Unterweisungen näheres über die einzelnen Weinsorten bekannt war, wurde ein großes Winzerfest besucht, dass bei allen Burschen großen Anklang fand.

Für die ersten Monate des Jahres 1981 steht nun das 70-jährige Gründungsfest im Mittelpunkt. Die Vorstandschaft, der Festausschuss, sowie sämtliche Germeringer Burschen hoffen, dass ihre Vor bereitungen und Anstrengungen zu einem guten Gelingen dieser Festwoche beitragen.

Zum Abschluss dieser Chronik möchte noch erwähnt sein, dass etwaige Abweichungen von den persönlichen Erfahrungen eines jeden, der die vergangenen Jahre der Burschenschaft Germering miterlebt hat, nicht unsere Absicht waren.
Sollte jemand in dieser Chronik vergessen oder versehentlich unter der falschen Jahreszahl erwähnt sein, so bitten wir das zu entschuldigen, da wir auf Aussagen angewiesen sind, die bereits einige Jahre zurückliegen.

 
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