
Die ersten Unternehmungen 1983 waren die Burschenbälle in Puchheim-Ort und in Geisenbrunn.
Am 29. Januar fand im Hotel:t-Jayer unser Burschenball mit der Kapelle "Albatros" statt.
Hit einern r'dnifaschingszug fuhren ,,,ir nach I uchheim-Ort zum Faschingstreiben. Nach einigen Goaßenmassn beim unteren ~irt war der \.;reg zum anschließenden f~ennball ins Pfarrheim fLir einige recht beschwehrlich.
Am 12. Februar \'lurde unser alter haibaum umgelegt und zu Brenn.". holz zerschnitten.
Am 26./27. t.;ärz ''laren uir ein Wochenende in St. Johal1.n im Fongan beim Schifahren.
Am 2. April feierten \"ir unser traditionelles Osterfeuer am Germeringer See.
Nun begann die ,'Jaibaumzei t!
Unser Ziel \var es, unseren Baum, auf den alle Burschenvereine in der Umgebung scharf waren, ohne Komplikationen aufzustellen. Gleichzeitig bem~hten wir uns, wie jedes Jahr, auch einen Maibaum zu stehlen. Die naibiiume aus Pullach und Krailing hatten es uns angetan. Beide Bäume ~aren sehr gut bewacht. Nach langer Spionage war es dann so weit. Alle wurden allarmiert, und warteten beim Stanas im Hof auf den entscheidenden Anruf.
Unsere zwei besten Telefonisten haben dann die Ortschaften verwechselt, so daß ~ir in Krailing warteten und der Spionagetrupp in Pullach. Bis der Irrtum bemerkt \'lurde "..ar es bereits
zu spät.
Tage später versuchten wir es wieder in Pullach, ohne Erfolg.
Unser eigener Baum war in der Zwischenzeit hergerichtet und die hr nze ~berholt worden.
Am 30. April wurde der Baum beim Hayen...irt, begleitet von der Blaskapelle Gilching aufgestellt.
Beim anschließenden Umtrunk im Wirtsgarten, der von Wasserscelachten unterbrochen wurde, sind einige der Helfer
schwer angeschlagen worden, es war so feuchtfrBhlich das manche zu Beginn des Maitanzes noch im Garten saßen.
Am Abend beim ,')ai tanz sind etliche unserer ~Jannen erst um 21 Uhr erschienen. Anscheinend ging bei denjenigen zu Hause die Uhr nicht richtig. Oder war es der Alkohol?
Eine Woche später waren wir zur Iiochzeit unseres früheren Vorstandes Sepp Herbert und seiner l~arin nach Geisenbrunn eingeladen.
Am 15. }.lai marschierten
beim Festzug der Feuerwehr mit.
JL.
Beim Fußball turnier der Unterpfaffenhofener Burschen am 11. Juni belegten wir nach harten Kämpfen den 4. Ilatz.
Am 12. Juni waren wir bei den Burschen in Attenhausen,in der Nähe von Landshut, zu Gast.
Vom 17. - 19. Juni verweilten wir zum Durschenausflug im Bayerischen Wald. Unser Quartier hatten wir in Warzenried, bei F~rth im Wald, aufgeschlagen. ~s war eine bOlnbige '.\Tirtschaft, \~ir und der Wirt hatten uns gesucht und gefunden. Es war eine mords Gaudi. Den ersten Abend verbrachten wir in der Wirtschaft. Nach Erpobung der Asbachund Colavorr~;te wurde eine Rüscherlrunde eröffnet, nach der
sogar, oder besonders die t-Jädchen, l11i t ,..ankenden Schritten und gläsrigen Augen zu flett gingen. Die Toiletten waren die ganze
Nacht belegt.
Am 2. Tag stand ein Ausflug in den Nationalpark a\...f dem Programm.
Es war trotz des schlechten wetters sehr interessant.
Enttäuscht hat uns, daß wegen der vielen Preißen die Lesichtigung der Glashu.tte in boden.'eis abebrochen wurde, sowie wir 5 - 6 Wirtschaften abklappern mußten bis wir etwas zum Sp~chteln bekamen.
Am 25. Juni waren wir zur Hochzeit beim Haiuierl und seiner Eva eingeladen. Einen Tag später waren wir durch die Hochzeitsfeierlichkeiten so dezimiert, daß bei der 60 Jahrfeier der ~atur~reunde nur ganze zwei Mann erschienen sind.
Unser traditionelles Dorffest am 2. und 3. Juli war wieder gut besuch" Auch heuer sind wir am Sonntag wieder ins Freie umgezogen und haben gleichzei tig im Bauhof abgebaut. Unter ..jf t\'iirkung aller Burschen
und Mädchen ging es reibungslos von statten.
Am Samstag spielten die "Ebbser Buam" so\V'ie das Akkordeonduo
Sabine und ~arguerita.
Am Sonntag hei tzten die "Buggies" zur Freude der Jugendlichen. noch einmal kräftig ein.
Am 9. Juli nahmen wir am Volksfesteinzug, sm~ie ein l-aar Tage später am Watturnier der Unterpfaffenhofener Burschen teil.
Die bestandene: LehrerprUfung unserer Keckeis lnge war ein \-;illkonunener Anlaß zu einem Sowmernachtsfest in der Burschenhütte.
Zum Jubiläum der Burschen aus Pittenhart waren wir am 24. Juli geladen.
Im August haben wir unser langjähriges Ziel, eine Schlaucliliootfahrt auf der Amper verwirklicht.
Dank unserer guten Beziehungen zu den Pionieren, die uns ein großes Schlauchboot geliehen haben, brachen wir in aller Frühe auC.
Jer ~\.öpf Schorsch hat uns mit einem .\nhän.ger nach Stehen gebracht. Nach längerer AUfpumpzeit, stachen wir in See.
27 burschin und IvWdchen in z"".ei Schlauchbooten und einem Beilfoot tni t fünf Tragl Augustiner Edelstoff im Schlepptau.
\oJir hab en g elUeint, es treibt uns mit der Strömun.s in zwei Stunden bis Burck, da haben wir falsch gedacht. Es ging;{uns nämlich die Augen über, wir mußten rudern \..ie die Galeerensträflinge.
Von glühender Sonne und tausenden von Mücken begleitet trafen wir um 2 Uhr in Wildenroth beim Brückenwirt ein.
Nach einern anstÄndigen ~:ittagessen brachen wir wieder in dichtung Bruck auf mitten durch die Nackerten hindurch.
Dazu einige Sandb;1nke und Stauwehre, um die das Boot~tragen werden mußte. Gegen 6 Uhr kamen wir dann erschöpft in Bruck am Stausee an. Trotzdem war es ein schöner Ausflug.
Am 3. September waren ~iir in Puchheim-Ort zum Stadelfest zahlreich vertreten.
Zum Bergsteigen ging es am 4. September. Unser Ziel war der Breitenstein bei Fischbachau.
Für manche war dieser kleine Derg eine Strapaze wie das Hirnalaia. Nach einer Brotzeit am Gipfel kehrten wir in einer Alpenvereinshütte und anschließend im Tal im Cafe Stickl zur \viederaufftillung der verlorenen Kalorien ein.
Nachuem dort einige Kuchen vernichtet wurden traten wir die Heimfahrt an.
Am 10. September fand unser Weinfest in der Aula der Kirchenschule statt. Es spielten die "Teddys".
Am 17. September heiratete der Schw.arzfischer J:Ians seine Irmgard in der alten Dorfirche mit anschließender Iiochzeitsfeier beim Kramerwirt.
Eine Anzeige im Parsberg-Echo zum Abschied zeigte unsere Trauer. Die Anzeige wurde in Nah und Fern mit Schmunzeln gelesen.
Der 25. September war Oktoberfesttag, im Hackerzelt hielten wir es wie alle Jahre lange aus.
Ende Oktober war in der Hatte eine Generalreinigung angesetzt. An dieser Stelle muß allen ~ädchen gedankt werden, die uns dabei tatkräftig unterstützten.
Der Betteltanz in Unterbrunn sowie einige Theateraufftihrungen der Nachbarvereine wurden besucht.
In der Burschenhütte wurde auch öfters gefeiert. Ein großes Büffet am 22. sowie einige Geburtstagsfeiern fanden statt.
Ansonsten muß man erwähnen, daß die .Burschen neben der Burscilenhütte das Kroatenstüberl als z"rei te Heimat benutzen.
~Jehrere B&ervertreter waren schon beim Stanas vorstellig um das Lieferungsrecht für das StÜberl zu ergattern.
Ebenfalls im November fanden die Neuwahlen der Vorstandschaft statt. Neuer Vorstand wurde Werner Kirmair, 2. Vorstand Sepp Anton, sowie Kassier und Schriftführer Josef Strobl.
Fur die Fensionäre WesteroJeier, Keßler und Staimer wird gerade im Altenheim St. Magdalenum um PI;~tze angefragt.
Am 26. November veranstalteten wir im Hotel Mayer mit der l.apelle Sigmund Stapfer aus Niederbayern den Kathreintanz.
vie heutige t.veihnachtsfeier und der Schiausf'lug am niichsten Wochenende werden ein wUrdiger Abschluß für das Jahr 1983 sein.
Germering,
den 10.12.1983