
Die ersten Aktivitäten im Jahr 1982 waren die Besucher der Burschenbälle in den Nachbarortschaften. Zu uneren Freunden nach Puchheim-Ort, wollten wir sogar mit dem alten Bulldog vom Huber Sepperl fahren. Nachdem! wir nach Startschwierigkeiten den Bulldog bis zu den ~nnishallen geschoben hatten, ohne daß er ansprang, gaben wir auf und gingen zu Fuß nach Puchheim.
Am Rosenmontag waren wir wie jedes Jahr in Biberwier beim Schifahren, auf der Heimfahrt kehrten wir im Farchant ein,
dorf erlebten wir eine Faschingsgaudi die für alle unvergeßlich sein wird.
Im Frühjahr wurden die Außenanlagen der Hütte in Ordnung gebracht, einige Kipper Dreck wurden zum Spermüll gefahren.
Am 7. März nahm eine Fahnenabordnung an der Märzgefallenenehrung im Waldfriedhof teil.
Ende März waren wir ein Wochenende im Leogang beim Schi fahren.
Am 27.März spielten wir in Fürstenfeldbruck gegen die Mannschaft des Sonnenhofes, nach erbitterten Kämpfen haben wir 9:6 gewonnen, und natürlich 50 Liter Bier, die anschließende im Sonnenhof vernichtet wurden.
Am 10. April war unser Oster feuer am Parkplatz im Erholungsgebiet. Kurioserweise, als die letzten Osterfeuerheimkehrer nach Hause gingen, sah man den Tonerl eifrig Straßenkehren um sein Wegerl zu beseitigen, hoffen wir daß die Schuldigen noch gefunden werden.
Die nächsten Aktivitäten, wie sollte es anders sein, waren die Maibäume der Nachbarortschaften.
Nächtelang wurde der Maibaum in Martinsried beobachtet, aber eine Gelegenheit zum Diebstahl gab es nicht.
Eines Tages bekammen wir einen Tip, daß die Martinsrieder Bäuerinnen eine Nachtwache übernehmen, und um ihre Mannen zu ärgern, sich den Baum stehlen lassen wollten.
Um nichts unversucht zu lassen, warteten wir in der besagten Nacht, leider haben die Mannen aus Martinsried davon Wind bekommen und der Diebstahl ging in die Hose.
Da aber die gesamte Diebesmannschaft samt Unimog in Martinsried bereit stand, machten wir auf der Heimfahrt einen kleinen Umweg über Planegg.
Im Gutshof des Baron Hirsch lag nähmlich auch ein prächtiger Maibaum, der schon einige Tage beobachtet wurde, aber immer bewacht war.
Es war schon 7 Uhr früh, als wir überlegten, ob wir zuschlagen oder heimfahren sollen.
Der Baumoasta des Gutshofes hatte uns schon entdeckt, sagte aber, daß der Baum den Trachtlern gehört und ihn nichts angehe.
Nach einigem Hin und Her haben wir den Baum einfachaufgeladen und wollten gerade heimfahren, als halb bekleidet der Vorstand der Planegger Trachtler auftauchte,deraute sich jedoch nicht an den Baum heran.
Bis er schaute war der Baum fort.
Die Auslöseverhandlungen gingen Mustergütlig von statten, mit der Emmeringer Blaskapelle voran fuhren wir einige Tage später zurück nach Planegg. Die Auslösefeier im Gutshof des Baron Hirsch war trotz kaltem Wetter pfundig und naß.
Die Planegger Trachtler sowie der Baron Hirsch kamen zum Maitanz und es hat ihnen gut gafallen. Die Gegenbesuche nehmen kein Ende.
Auch der Maibaum der Kerschensteinerschule jukte uns, zumal der Lehrer Auer eine Wette abgeschlossen hatte, daß es uns nicht noch einmal gelingen würde den Baum zu stehlen.
Als wir erfahren haben, daß auch die Unterpfaffenhofner Burschen Diebesgedanken hatten, versuchten wur es ohne Zeitverzögerung. Die Eingangstüre war kein Hindernis, die Zwischentüre jedoch war von worden.
Innen mit einer Aluminiumsperre einbruchsicher gemacht Nach einiger Überlegung kam unser Vorstnd darauf, durch die Zwischendecke einzusteigen, schnell wurden einige Paneelen
heruntergeholt und der kleinste der Burschen mußte mit einigen Verrenkungen durch die Zwischendecke steigen. Die Türe wurde von Innen geöffnet und der Baum wurde herausgetragen.
Die Wette mit dem Lehrer Edwin Auer haben wir gewonnen, die Auslösefeier war wie vor 2 Jahren einfach Klasse. Unsere Amateursänger Huber Sepp und Böck Thomas rockten den Lehrern der Kerschensteinerschule etwas vor.
Die Wette mit dem Lehrer Auer wurde für die nächsten 2 Jahre wieder erneuert.
Im Mai wurden wir zum Postenstecken und zur Hochzeit von der Wagner Hanni eingeladen.
Burschenfeste in Hohenthann, Nußdorf und Schnaitsee wurden zahlreich besucht.
Am 19. Juni erreichten wir beim Fußballturnier der Unterpfaffenhofner Burschen den 1. Platz und trugen einen schönen Pokal nach Hause.
Mitte Juni hat uns Baron Hirsch zum F10riansfest nach P1anegg eingeladen.
Eine riesige Tafel erwartete uns, alle haben kräftig zugelangt und das Fest dauerte bis in die Morgenstunden.
Das Dorffest am 26./27. Juni wurde wieder verregnet, trotz schlechtem Wetter wurden im Bauhof 29 h1 Bier ausgeschenkt.
Normalerweise ist das Dorffest immer in der ersten Juliwoche, aus Rücksicht auf das Jubiläum der Schützen aus Unterpfaffenhofen haben wir es eine Woche vorverlegt.
Das Schlechte Wetter aber hatten wir nicht verdient.
Nach Abschluß der Abbauarbeiten in der Sonntagnacht habe wir beim Westermeier den Festausgang gefeiert. Nach einigen Halben, haben wir auf der Schmiedstraße eine Regentanz aufgeführt, daß es ja beim
Schützenfest regnen soll.
Unser Flehen wurde erhört, 3 x wurde der Festzug aufgestellt und wieder abgebrochen, jedesmal kam eine erneute Schauer. Wir saßen im Bierzelt und konnten uns von der Wirksamkeit des Regentanzes überzeugen.
Abgesehen davon war das Schützenfest eine gelungene Veranstaltung besonders die Zeltmesse mit der Kapelle aus Außervi1graten hat allen gut gefallen.
Am 24. Juli belegten wir beim Fußballturnier der Jungen Union Germering den 3. Platz.
Im August folgte das Sommernachtsfest mit den Eltern und Bekannten in der Burschenhütte, die Red-Stars unterhielten uns trotz des strömenden Regens. Unser provisorisches Zelt hatte einige Löcher, so das mancher Besucher ein bisser1 Regenwasser im Maßkrug vorfand.
Im Herbst wurde die Renovierung der Küche in der Burschenhütte in Angriff genommen.
Unter Anleitung unseres Baumeisters Günter otto haben wir eine Wand herausgerissen den Putz heruntergeschlagen und die gesamte Küch neu verputzt. Die Fenster und Rahmen wurden sand gestrahlt und abgebeizt, Nut und Federbretter sowie ein neuer Fußboden wurden verlegt.
Ein schwerer Schlag, war es als während der Umbauarbeiten das gesamte Werkzeug, daß wir von den Firmen Hilpert und Ramsaues ausgeliehen haben, gestohlen wurde.
Die Kasse wurde enorm belastet. als wir 5000,-- DM hinblättern mußten.
Am 4. September fand in der Aula der Kirchenschule das heurige Weinfest statt.
Mit den Ebbser Buam wurde es wieder ein zünftiger Abend. 750 Flaschen Wein wurden ausgeschenkt.
Im September wurden wir zum Huber Sepp zum Postenstecken eingeladen.
Es war so lustig, daß um 11 Uhr sogar die eingefleischten
Nichtrnucher einedickeZigarrn im Mei hatten.
Zu seiner Hochzeit beim Kramerwirt lud er ein und alle kamen.
Dem Sepperl wurde ein Besen mit Gitarrenseiten überreicht, weil er ein wahrer Sologitarrenvirituose ist, begleitet von den Flamingos gab er beim Kramerwirt ein Sondergastspiel.
Inzwischen wurde sein Schlafzimmer mit 600 Luftballons gefüllt,
wir hoffen der Sepperl hat gut geschlafen.
Am 2. Oktober starteten wir als Feuerwehrmannschaft beim Fußball turnier der Feuerwehr Olching. Der 1. Platz und der Siegespokal wurde den Olchinger Ortsvereinen abgejagt.
Nachdem auch der Huber Sepperl von uns ging und in den Ehenstand eintrat, entschloß sich auch unser Hanse in den Hafen der Ehe einzurudern.
Der heurigen standesamtlichen Hochzeit folgt 1983 die kirchliche Trnuung.
Der Hans und der Sepperl können sich auch nach der Trauung nicht von den Burschen trennen, sie sind weiterhin dabei wenn sich etwas "rührt".
Die Einweihungsfeier nach dem Büttenumbau wurd mit den Vätern als Frühschoppen gefeiert.
Am 6. November veranstalteten wir den Katrheintanz im Hotel Mayer mit den "Teddys".
Eine Fahnenabordnung wurde zum Volkstrauertag und zur Wiedereröffnung der alten Dorfkirche St. Martin entsandt.
Die Weihnachtsfeier der Planegger Trachtler wurde besucht.
Es ist noch anzumkeren, daß wir in diesem Jahr 3.500 Besucher gehabt haben, und damit die Kulturwoche in den Schatten gestellthaben.
Nach unseren Erfolgen im Fußball, kam auch schon der erste Werbevertrag, die Raiffeisenkasse stiftete uns einen Satz Trikots, diese werden im Frühjahr beim Hallenturnier der Puchheimer Burschen eingeweiht.
Die heutige Weihnachtsfeier ist der Abschluß das Jahres 1982, wir hoffen, daß es 1983 so lustig und zünftig weitergeht wie bisher.
Germering,
im Dezember 1982
O.Staimer jun. -Kassier